Donnerstag, 28. Juli 2016

Projekt 2016 - Endlich eine Terrasse

Wir wohnen ja nun schon eine ganze Zeit hier. Die Terrasse musste aber am längsten warten, was mich aber immer immer total nervte. Schließlich will so etwas auch bezahlt werden. Und irgend etwas hinzuklatschen damit überhaupt was da ist, dass liegt mir nicht. Nach einer sehr langen Vorbereitungszeit, Kantsteine einbetonieren zum Beispiel, konnte unser Sommerurlaub dieses Jahr endlich zum Start genutzt werden. Macht man doch so, Arbeitsurlaub oder wie nennt man das.





Zu aller erst natürlich Schutt bestellt und mit Schiebkarre auf die Fläche aufgefahren.














65 qm² wollten ja auch gefüllt werden. 6 cm Höhe waren auch nicht wenig gefühlt. Der beste Freund die Schiebkarre. Endlich war das erledigt konnte ich mit dem Rüttler das ganze fest machen.

 Wenn Fortschritte sichtbar sind ist man auch motiviert weiter zu machen. Also Schubkarre in die Hand und ran an den Splitt. Ein bisschen Kontraproduktiv war das die ganze Zeit ca 32-34 Grad einem auf den  Pelz brannten. Literweise Wasser getrunken, die Toilette brauchte ich allerdings nicht. Trotz alledem ging auch das gut voran.












Diese Mal auch wieder versucht überall die 4-6 cm aufzufahren. Stellenweise kam dann aber doch der Schutt etwas zu hoch. Abschließend mit der Harke das ganze glatt gezogen um in etwa eine Höhe überall zu erreichen. Freitag war dann gegen Nachmittag dann Schluss. Ich musste gegen Abend dann los nach Dänemark meinen Sohn abholen. Erik hatte eine tolle Woche mit Oma und Opa bei Sonne, Sand und Meer.






















Das Wochenende dann in Dänemark tat auch zum regenerieren ganz gut. Man merkt dann doch irgendwann die Belastung am Körper. Montag sollte es dann sportlich weiter gehen. Der Kern des ganzen. Das Pflaster musste drauf. Dazu vorher erstmal den Splitt abziehen um das Gefälle zu bekommen und die richtige Höhe damit die Steine gerade liegen. Zum Glück konnte mir Steffen die Tage helfen. Zusammen mit meinem Onkel machten wir uns gemeinsam ran alles vorzubereiten.
Diverse Fehlversuche später konnte es am Nachmittag dann endlich losgehen zu pflastern. Zusätzlich musste ich dann noch mit der Flex die gesamte Umrandung nachschneiden, was ein Spaß. Aber so war das ganze dann gleichmäßig. Außerdem wäre das Gefälle sonst nicht ausreichend gewesen.
Wenn man einen Lauf hat geht es auch richtig gut von statten.
Schwüle Luft und die Hitze machten uns abends dann doch sehr zu schaffen und wir hörten dann lieber auf. Nächsten morgen sind wir dann um 8 Uhr angefangen um gut was schaffen zu können. Vor allem hatten wir dann auch länger Schatten. Das macht das arbeiten sehr angenehm. Nachmittags schaute Kerstin wieder vorbei und versorgte uns mit Wassermelone. Es gibt bei schwerer Arbeit und Sonne nichts besseres. Gegen Abend hatten wir dann das Ziel kurz vor Augen und machten dann erst einmal Schluss. Irgendwann lassen einen ja auch die Kräfte im Stich.







Es geht immer schnell voran wenn man Leute dabei hat die mit Spaß und Herz bei der Sache sind.








Mittwoch wieder 8 Uhr Start. Ziel war einfach alles abzuschließen. Steffen hatte sich die Flex geschnappt und alle Kantstücke zugeschnitten während mein Onkel und ich die Restfläche pflasterten.Gegen Mittag war es dann soweit, alle Steine lagen endlich und wir konnten anfangen den Quarzsand einzufegen. Ziel erreicht dank der netten Hilfe von meinen beiden Helfern.
Ohne euch wäre ich nie soweit gekommen in der kurzen Zeit. Endlich haben wir eine Terrasse die groß genug ist zum sitzen und entspannen. Die nächsten Dinge stehen zwar immer an, aber schön wenn was geschafft ist.



 
 Nachmittags dann noch neue Gartenmöbel besorgt damit man die Fläche nun auch nutzen kann. Wenn Petra und Erik dann von Borkum wieder da sind können wir auch nun gemütlich morgens zusammen draußen frühstücken. YEAHH
















ICH HABE FERTIG !

Freitag, 15. Juli 2016

Angst kann man besiegen

Es ist nicht leicht offen über Dinge zu reden, die einen verletzlich wirken lassen. Andererseits kann man nur, wenn man sich seinen Ängsten stellt, daran wachsen. Das mag nicht jeder so sehen, doch mir ist es wichtig darüber zu schreiben. Natürlich hat das auch einen persönlichen Bezug. Da immer wieder solche Situationen vorkommen, möchte ich mich einfach damit bewusst auseinander setzen. Und zwar geht es um die Furcht jemanden zu verlieren den man sehr gerne hat. Es geht hier nicht um die üblichen Dinge wie Tod oder dergleichen. Das ist der Lauf des Lebens und daran kann man nichts ändern leider. Nein es geht einfach um die irrationale Angst man könnte die Menschen um einen herum verlieren. Früher war es immer so das es mir wichtig irgendwo dazuzugehören auch wenn ich gefühlt eher das fünfte Rad am Wagen war. Fehlendes Selbstbewusstsein war dann eh immer mein Problem und so war man halt eher der Mitläufer. Das Hauptproblem dabei war aber, dass ich mich immer mehr selbst aufgegeben habe. Wie soll man sich auch entwickeln wenn man anderen auch nur nach der Nase redet? So ging das viele Jahre und all das was mich wirklich ausmachte, die Liebe zu meinen wahren Interessen/Hobbys, konnte ich nie richtig ausleben. Ich habe nie meine Liebe zum schreiben ausgelebt bis dahin zB. Man zieht sich immer mehr in Bücher oder andere Welten zurück. Einen positiven Schub hatte ich damals mit meiner ersten Rollenspiel Runde. Endlich konnte ich mich frei austoben, dort lernte ich auch ein Gefühl für freies sprechen. Doch es folgte bei vielen das Studium und alles ging auseinander. Was ähnliches auf dem Dorf wieder aufleben zu lassen ist nicht leicht. Irgendwann verfällt man dann in einen selbstgefälligen Trott aus dem man nur schwer ausbrechen kann. Man trifft immer mal neue Leute und freut sich. Stellt dann aber fest nach einiger Zeit, alles nur Show und Oberflächlichkeit. Man sehnt sich nach echten Freunden. Mit denen man alles teilen kann ohne ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen oder sich für etwas zu schämen. Wenn dann Menschen in dein Leben treten, die sich für dich wie du wirklich bist interessieren. Das ist dann der Moment den ich meine. Genau das sind die Menschen die man immer festhalten möchte. Jeden Moment genießt und sich freut das es ihn gibt. Und dann setzt bei mir der Schalter ein. Man hat Angst das man irgendwas blödes anstellt und alles ist hin. Alleine wie ich Petra kennengelernt hatte. Kurz danach ist sie in den Urlaub geflogen mit einer Freundin. Ich bin fast wahnsinnig geworden vor unbegründeter Eifersucht. Auf wen denn ? Genau niemand aber man steigert sich dann in was rein. Ich hatte solche Angst sie zu verlieren. Jetzt kann ich sagen totaler Quatsch. Gerade vor kurzem gab es dann wieder eine Situation. Sobald jemand Neues zum Freundeskreis stößt und Aufmerksamkeit bekommt ziehe ich mich zurück. Total falsch, denn derjenige will mir ja nichts wegnehmen. Eher sollte ich auf ihn zugehen und mit ihm reden. Warum fällt mir das dann aber so schwer? Ich möchte es so sehr aberr irgendwie gelingt mir das nicht immer. Was ich aber gelernt habe einfach im Nachhinein mit jemanden dem man wirklich vertraut darüber reden. So hat sich bei mir der Knoten ein wenig gelöst, zumindest ein bisschen. Und da ist wieder der Haken, so eine vertrauensvolle Person erst einmal haben. Ich habe jetzt die Menschen um mich und ich versuche mich zu bessern wobei sie mir echt helfen. Stand jetzt kann ich für mich festhalten, auch wenn ich wieder einen Rappel kriege, echte Freunde sind auch dann für einen da. Rennt nicht hinter Heuchlern her die euch nur ausnutzen oder bremsen. Menschen die einen wertschätzen nehmen auch eure Macken hin. Kritik tut zB aus einem ehrlichen Mund nicht weh, man weiß eher das die einem helfen soll. Darum ein Riesen Dankeschön an die Menschen die mich zu dem Menschen gemacht haben der ich jetzt bin. Namen brauche ich nicht zu sagen, alle die es betrifft wissen es durch meine sehr anhängliche Art oder in ihrem Herzen . Aber es sind die besten Menschen du man Freunde nennen darf.

Danke Euch und bleibt mir erhalten denn unser gemeinsamer Weg ist hoffentlich noch lang. Ich hab euch alle sehr lieb.

Allerdings noch einige spezielle Grüße an Petra - für all die schönen Jahre ich liebe dich so sehr, Erik - du könntest einen Vater nicht stolzer machen und bringst mich immer wieder zum Staunen , Mama - denn du bist immer für mich da gewesen und hast mich bei jedem scheiss den ich verzapfe unterstützt. So viel Liebe für dich 😘 , Bekka - vor kurzem in mein Leben getreten und schon habe ich eine Schwester und beste Freundin mit der ich mich blind verstehe und die mir so wichtig geworden ist, Janina - ach du weißt doch gleich und gleich gesellt sich gern und wir beide sind unzertrennlich . Böse Mädchen und so 😈 Yeah zwei Schwester wer hätte das gedacht

Dienstag, 12. Juli 2016

Meine erste Geschichte: Die lange Fahrt Teil 2

Tageslicht fiel auf ihr Gesicht, langsam öffnete Lisbeth die Augen. Der Schlaf hatte wohl einige Zeit von ihr Besitz ergriffen, wenn es schon draußen hell wurde. Ihr Magen zog sich mit einem Knurren zusammen. Sie hatte riesigen Hunger, kein Wunder die letzte Mahlzeit war vor ihrer Abfahrt. In der Küche würde doch wohl etwas Essen zu finden sein, hoffte sie zumindest. Dafür musste sie sich erst einmal aufrichten, was ihr wiederum nicht leicht fiel. Halb sitzend auf dem kalten Boden zu schlafen, hatte ihre Beine steif werden lassen. Sie zog sich an der Küchenzeile hoch, streckte sich vorsichtig und ging zum Kühlschrank rüber. Kühle Luft kam ihr entgegen als sie diesen öffnete. Innen fand sie ein paar Scheiben Brot, eine Flasche Saft und ranzige Butter. Es würde genügen müssen vorerst und so würgte sie zwei trockene Brotscheiben herunter. Heruntergespült mit Saft war es immerhin zu ertragen. Ihr Hungergefühl war zwar immer noch nicht ganz gestillt aber es musste genügen. Gestärkt begann sie ihre weiteren Schritte zu planen. Am Tage war es eventuell leichter einen Weg zum Leuchtturm zu finden. Oder sie versuchte ihr Glück in den anderen Gebäuden, eventuell ließ sich dort noch etwas hilfreiches finden. Andererseits wusste sie nicht, ob die Ursache für den Toten nebenan, sich immer noch in der Nähe befand. Auch wenn sie bisher unbehelligt blieb, konnte sich dies schnell ändern. Sie entschied sich vorsichtig die Gegend zu erkunden, um dann wenn es sicher war, sich zum Leuchtturm durch zuschlagen. Vielleicht fand sie auf dem Weg jemanden der ihr helfen konnte. Hier bleiben konnte sie nun wirklich nicht. Lisbeth schnappte sich ihr Messer und die Taschenlampe für den Aufbruch. Kaum durchquerte sie die Wohnstube auf dem Weg zur Haustür, fiel ihr Blick wieder zum Sofa. Da wo vor ein paar Stunden noch eine übelst zugerichtete Leiche lag, waren nur noch Blutspuren. Von dem Körper keine Spur. Ihre Gedanken kreisten wie wild, überschlugen sich förmlich. Zu rationalem Denken war sie absolut nicht in der Lage. Es war an dem Körper kein Lebenszeichen zu finden gewesen. Wie konnte er denn nun einfach so verschwinden? Oder hatte gar der Mörder die Leiche geholt? Pure Angst trieb ihren Puls in die Höhe, ihr Blick hastete in alle Ecken. Nicht eine einzige Spur war zu entdecken. Lisbeth wollte schon vor lauter Panik einfach drauf losstürmen, besann sich aber eines besseren. Was brachte es ihr denn, außer in einer kopflosen Handlung, wem auch immer in die Arme zu laufen. Nein, ruhig bleiben war die Devise. Ein Blick durch die Fenster zeigten Fetzen von Nebelschwaden. Das könnte meine Chance sein, im Nebel unerkannt aus dem Dorf heraus zu schleichen, hoffte sie. Sie schritt langsam in Richtung Haustür, dort angekommen, öffnete sie diese vorsichtig. Vor der Tür war wirklich Nebel über das Meer aufgezogen. Lange Nebelbänke schoben sich mittlerweile zwischen den Straßen hindurch. Die kühle, feuchte Luft ließ Lisbeth frösteln. Hierzubleiben war keine Option mehr, darum schritt sie Mutig in den Nebel hinein. Rechts um die Hütte herum entdeckte sie einen Holzschuppen, beim näherkommen konnte sie ein Vorhängeschloss sehen. Ihre Hand glitt in die Hosentasche. Ob der Schlüssel wohl passen könnte, grübelte Lisbeth, während sie ihn in das Schloss gleiten ließ. Mit einem Klicken schnappte der Mechanismus auf, die Tür öffnete sich dabei einen Spalt. Innen konnte sie auf den ersten Blick nur ein kleines Motorboot und rechts an der Wand eine schwere Regenjacke entdecken. Wenigstens würde sie nun nicht unbedingt erfrieren, ein Grinsen ging über ihr Gesicht. Da nichts weiteres zu finden war, drehte sie sich um, der Schuppen blieb langsam hinter ihr im Nebel zurück. Ein kleines Stück weiter verlief der Weg, der durch den Ort führte. Graue Schleier zogen immer dichter werdend vor ihr entlang. Der Ort war wirklich nicht groß. Eine Straße, sofern man diese so nennen durfte, führte geradewegs hindurch. In keinem der Häuser, an denen sie vorbeikam, war jemand zu entdecken. Nicht das sie sich die Mühe machte genau nachzuschauen. Ihre Schritte führten automatisch immer schneller Richtung Ortsausgang. Wer weiß was sonst noch alles hier auf sie lauerte. Die Fluch weg von hier war die beste Option. So weit sie es in dem Nebel abschätzen konnte, führte die Straße an der Küste lang, hoch zum Leuchtturm. Zwar noch ein ganzes Stück entfernt, aber schaffbar. Nur ein paar Schritte trennten Lisbeth von der Ortsgrenze, da waren sie das erste Mal zu hören. Schmerzverzerrte Schreie hallten durch den Nebel. Jetzt wollte sie wirklich nur noch eins, fort von hier. Da sie die Herkunft der Schreie nicht orten konnte, rannte Lisbeth einfach drauf los. Immer der Straße entlang, tiefer in den Nebel hinein. Das Gefühl verfolgt zu werden bohrte und kratzte an ihrem Hirn. Gehetzt blickte sie sich immer wieder um. Stechende Schmerzen in der Brust machten ihr das Laufen wirklich schwer. Allein das Atmen war in dem Moment eine Qual durch die körperliche Anstrengung. Ihre Schritte wurden immer langsamer. Um zu Atem zu kommen blieb sie stehen und stützte sich an einem Baum ab.  Kurze Zeit später waren Schritte im Nebel vor ihr zu hören. Lisbeth zuckte vor Furcht zusammen. "Hilfe, bitte helft mir!"- kreischte eine Stimme. Ein Schemen tauchte vor ihr im Nebeldunst auf. Gerade als sie diesem etwas zurufen wollte, erschien ein weiterer Schemen. Schreckliche gurgelnde Laute begleitet von irren Gelächter drangen zu Lisbeth hinüber. Das Lachen entfernte sich immer mehr und war irgendwann gar nicht mehr zu hören. Unbewusst hatte Lisbeth sich während dessen immer mehr hinter dem Baum verkrochen. Dort wo eben die beiden Schemen standen lag nun nur noch einer am Boden. "Hilfe...." - röchelte die Stimme wieder zu ihr rüber. Sollte sie wider jeder Vernunft zu Hilfe eilen oder besser von hier fort? Ein Schritt folgte dem anderen. Der Körper am Boden kam immer näher. War sie denn verrückt dorthin zu gehen? Natürlich, aber sie konnte nun einmal niemanden in Not die Hilfe verweigern. Der Griff um ihr Messer wurde fester. Langsam wurde die Silhouette deutlich sichtbarer. Immer wieder schaute Lisbeth sich hektisch um. Endlich konnte sie den auf dem Boden liegenden Körper deutlicher sehen. Nacktes Entsetzen überkam sie beim Anblick des mittlerweile toten Mannes. Wie bei der Leiche im Haus wurde auch hier ein langer Schnitt am Hals vorgenommen. Die Blutlache um den Leichnam wurde immer größer. Das alles war zuviel für Lisbeth, sie ließ ihr Messer fallen und erbrach sich auf die Strasse. Sobald sich ihr Magen beruhigt hatte, wischte sie sich den Mund ab. Gerade wollte sie sich hinunter beugen um das Messer wieder aufzuheben, hörte sie hinter sich wieder dieses irre Lachen. Im gleichen Augenblick spürte sie einen stumpfen Schlag am Hinterkopf. Ein schwarzer Schleier legte sich über ihre Augen und sie fiel zu Boden.

"Wach auf. Du sollst endlich aufwachen!"- drang eine schrille Männerstimme durch den Schleier der Ohnmacht zu ihr durch. Langsam öffnete sie die Augen. Ein Mann mit irrem Blick und wirrem Haar schaute auf sie herab. " Ahhhh, sind wir endlich aus dem Land der Träume zurückgekehrt. Beeil dich wir haben nicht viel Zeit bevor er wieder kommt." - seine Stimme wurde immer schriller, irgendwie hektischer. Er reichte ihr die Hand um aufzustehen, Lisbeth zuckte zurück. Sie wollte intuitiv zu ihrem Messer greifen, da fiel ihr alles wieder ein. "Was ist hier los? Wer sind sie?" - sie fasste sich an ihren schmerzenden Hinterkopf. "Wir haben keine Zeit für Erklärungen. Folge mir, ich bringe dich hier raus." - seine Hand immer noch ausgestreckt. Zögerlich griff sie zu und ließ sich aufhelfen. "Mein Name ist Ismael, jetzt raus hier. Komm schnell."
"Warte ich kann nicht so schnell rennen. Meine Rippe ist verletzt, ich bekomme kaum Luft beim Laufen." - stöhnte sie schwer atmend. Ismael kam ihr entgegen und half ihr so schnell es ging nach draußen. "Wenn wir zu lange brauchen wird er uns holen" - in seiner Stimme schwang Furcht mit. "Wen meinst du Ismael? Ist dieser Mann dafür Verantwortlich was hier passiert?" - Ismael blickte sie ängstlich an. "Genug Fragen für jetzt. Bitte sei leise und komm endlich." - Er führte sie eine Treppe hinauf. Ihre Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit. Anscheinend war sie in einer Art Keller gefangen gewesen. Oben angekommen konnte sie einen langen spärlich beleuchteten Gang blicken. "Wo führt uns dieser Weg Ismael?" - sie hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache. Ismael bedeutete ihr mit seiner Hand sie solle still sein, ging dann vorsichtig weiter ohne etwas weiteres zu sagen. Das Ende des Ganges kam immer näher. War das Meeresrauschen was sie da hörte? "Hinter dem Gang ist eine grössere Höhle, da liegt mein Boot. Damit bringe ich uns hier weg." - seine Schritte wurden schneller. Hinter ihnen erklang auf einmal dieses irre Lachen. Beide blickten sich gleichzeitig um. Am anderen Ende des Ganges stand eine dunkle Gestalt, dass Gesicht verhüllt mit einer Kapuze. Gemächlich schritt sie auf die beiden zu, in der rechten Hand ein Messer. "Egal wie es um dich steht. LAUUUUFFFFF!" - Ismael rannte los ohne auf Lisbeth Rücksicht zu nehmen. Sie schaute hinter ihm her und begann ebenfalls zu rennen. Ihre Brust explodierte förmlich vor Schmerzen. Aber das war nun egal, sie musste schnell weg von hier. Hinter dem Gang lag eine große Höhle  in der ein Steg ins Meer hineinragte. Dort schwappte ein Ruderboot in den Wellen auf und ab. Ismael löste das Tau und half ihr hinein. Mit einem kräftigen Stoß eines der Ruder glitt das Boot weg vom Steg hinaus aufs Meer. In genau diesem Moment betrat die Gestalt die Höhle. Keine Kapuze verdeckte mehr das Gesicht und so konnte sie erkennen das es ein Mann war. Doch etwas war komisch an ihm. Dort wo die Augen sein sollten blickte Lisbeth nur in leere Höhlen. Ein diabolisches Grinsen ging über sein Gesicht. Mit schnellen Schritten rannte er auf das Boot zu. Doch zu spät, Ismael ruderte schon aus der Höhle hinaus. Sie wähnten sich schon in Sicherheit,da warf der Mann das Messer aus seiner Hand in ihre Richtung. Ismael stöhnte auf, Blut tropfte aus seinem Mund. Das Messer hatte ihn direkt in den Rücken getroffen. "Nimm du die Ruder." - entfuhr es ihm stöhnend. Lisbeth schnappte sich die Ruder und mit ein paar Ruderschlägen waren sie auf dem Meer. Sie blickte noch einmal in die Höhle zurück. Der Mann war fort, nur sein Lachen schallte zu ihr hinüber.

Fortsetzung folgt...

Montag, 11. Juli 2016

War doch nicht schlimm

Kaffee und Brötchen frisch vom Bäcker hatten wirklich geholfen. Zwar war die Motivation zur Arbeit zu gehen immer noch nicht zu 100 % gegeben, wurde aber immer besser.
Alles in allem wurde  es ein guter Tag mit netten Kollegen. Positiv an den Tag herangehen hilft doch manchmal. Wenn alle Stricke reißen, die Playlist "wenn nicht hier wo dann" anschmeissen. Die fegt einem schon die trüben Gedanken aus dem Kopf . Gesagt getan . Und der Vorteil in der Musik Abteilung zu arbeiten ist halt freie Musik Wahl. Naja zumindest fast. Ich glaube mit Sepultura wären so manche Kunden überfordert. Hinzu kommen immer nette Worte von Freunden und der Tag vergeht im Fluge.
Zu meiner Freude am Abend zeigte mir Petra dann was Erik alles alleine gebastelt hat. Stolzer könnte ein Vater nicht sein. Da hantiert er doch mit einer Nähnadel herum und zieht alleine Perlen auf. Außerdem bei der Ergotherapie zwei tolle Tonfiguren angefertigt. Sogar selbst bemalt. So schnell können Trübsal und negative Gedanken verschwinden.

Sonntag, 10. Juli 2016

Der Tag danach

Da ist es jetzt wieder, dass Gefühlstief nach einer extrem guten Zeit . Wer kennt das nicht. Man hatte viel Freude und dann kommt der Tag an dem einen bewusst wird es ist zu Ende. Der Alltag hat einen wieder in seinen Klauen. Das kombiniert mit dem schwarzen Loch im Bauch irgend etwas verloren zu haben. Manche Dinge kann man einfach nicht erklären. Hoffentlich hilft der erste Kaffee um ins Leben einzutreten.

Rockharz 2016

Heute gibt es eine kleine Zusammenfassung des Rockharz 2016 Festivals.

 Mittwoch, 6.Juli 2016





Da ich noch arbeiten musste bin ich mit dem Smart am Mittwoch später nachgereist. Zwar lange zu fahren doch gerade Richtung Harz hin war es echt schön. Natürlich durfte das obligatorische Verfahren trotz Navigation nicht fehlen. Gegen 20:30 Uhr kam ich dann endlich in Ballenstedt an.







Meine Freunde waren schon alle fleißig gewesen,so war das Camp auch schon komplett aufgebaut. Sogar mein Zelt war fertig. Danke dafür nochmal an alle. Da ich nicht genau wusste wohin war Bene so nett mich am Eingang abzuholen, denn sonst hätte ich den Weg ewig zum Camp suchen müssen.





Schnell die Sachen verstaut, gemütlich hingesetzt und in Ruhe ankommen. Girelli ging dann darauf hin mit mir später das Gelände erkunden. Auf dem Weg schnell noch das Bändchen abgeholt, dann ab auf das Bühnengelände.


Im Vergleich zu anderen Festivals zwar kleiner, dafür umso familiärer und sauberer. Sofort fühlt man sich zu Hause und willkommen. Zurück an unserem Campingplatz erst einmal schön zusammen gesessen. Den nächsten Tag sollte es dann endlich mit den Bands losgehen.

 Donnerstag, 7.Juli 2016




Nach angemessenen Festival Frühstück ging es dann gestärkt auf den Platz um Grand Magus zu schauen. Für mich auf jeden Fall ein kleines erstes Highlight. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht. Man lernt auch immer wieder neue Dinge schätzen.











Die Vinyl wird auf jeden Fall gekauft .


Janina konnte sich nicht richtig gehen lassen da sie einen Streit vorher hatte mit Rene. Er zog sich leider ein wenig zurück und war daher nicht bei den Konzerten dabei. Ich hätte ihn doch so gerne bei Saxon dabei gehabt. Auf dem Gelände war sie daher schlecht gelaunt und nicht bei der Musik. Ist ja auch verständlich und so stand ich ihr bei und war einfach nur für sie da. Gespräche mit Freunden helfen manchmal damit man die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sieht. Aber dazu muss man sich auch helfen lassen wollen. Zusammen haben wir das aber hinbekommen. Manchmal muss man auch eben Distanz wahren zu einem Problem. Später ging sie dann zum Platz und klärte das ganze dann in Ruhe mit Rene was uns den nächsten Tag eine extrem positive Gruppendynamik gab. Das war super. Man echt gemerkt das der Knoten geplatzt war.

Nach eine kleinen Shopping Einlage zwischendurch kam dann unser Tageshighlight: ASP!


Immer wieder genial was einem da geboten wird. Leider war es den Tag so, das einige Emotionen hochkochten. Bei mir speziell da ich das Lied mit Petra verbinde und sie mir extrem fehlte. Trotzdem oder gerade deswegen ein sehr intensives Konzert. Die Bühnenpräsenz, Bewegungen und die klare Stimme. Was soll ich sagen so etwas gibt es nicht alle Tage.



Zum Abschluss Saxon. Was erst eher Standard war, wurde dann zum Musikalischen Inferno für mich und Girelli. Biff Byford zerreißt seine Playlist und sagt das er jetzt das spielt was das Publikum möchte. Ich glaube so laut habe ich Girelli noch nie "Crusader" rufen gehört.
 Kurz vorher noch gewitzelt das das eh nicht kommt. Und was kam dann? CRUSADER. Stimme sag winke,winke, wir waren nur noch am grölen. Wheel of Steel danach und zum Abschluss Princess of the Night. Dabei ging Kai dann ab wie Schmitz Katze.



Erschöpft ging es dann zum Zeltplatz um den Tag zu reflektieren und natürlich noch weiter zu feiern.


Ok es wurde weniger reflektiert dafür umso mehr gefeiert.


  Freitag, 8.Juli 2016

Morgens ist uns allen aufgefallen wie super Rene sich in die Gruppe wieder einfügt was wir ihm dann Abends auch gesagt haben. Alle kamen wieder langsam zusammen und es herrschte echt eine klasse Atmosphäre. Coppelius war die erste Band an diesem Tag, die mich interessierte. Bis zum Auftritt blieb jedoch jede Menge Zeit. Was macht also der geneigte Metalfreund ?







Bei Bekka und Girelli nähen lernen.

 Darauf folgte eine sehr entspannende Näh Session, schließlich nähen sich die Bandpatches nicht von selbst an. Selbstgemacht ist halt auch am schönsten.Vor dem Auftritt dann alle Mann zum Platz. Rene, der ein absoluter Knorkator Fan ist, wurde von uns überredet sich doch ein Autogramm vor dem Auftritt von eben diesen zu holen. Ein Teil stellte sich mit ihm an. Der Rest von uns ging zur  Bühne um Coppelius zu sehen. Diese konnte ich zuerst dann nicht so sehr genießen da dieses Mal Bekka ein wenig emotional neben der Spur lag. Ich kann Menschen einfach nicht leiden sehen vor allem wenn sie mir so sehr nahe stehen. Ein paar Versuche der Hilfe später konnten wir auch das in einem schönen Gespräch klären. Ich habe schon lange nicht mehr ein so gutes Gefühl gehabt, als ich Girelli und Bekka so glücklich miteinander sehen durfte. Jetzt konnte Coppelius mich auch erreichen und der Rest des Konzertes war super. Eine Kurze Pause zum durchatmen, dann folgte Knorkator.
 Zu meiner Überraschung war dann im nachhinein der Auftritt von Knorkator mein Highlight des Tages.



Dort kamen dann Marie, Girelli, Bene und Rene zu ihrem Festival Crowd Surfing Erlebnis diesen Jahres.


Und wie es immer so ist musste ich dann auch auf die Hände der Leute geworfen werden. Das war dann halt mein erstes Crowd Surfen, wie geil war das denn bitte. Auch wenn ich in der Mosh Pit Not gelandet bin. Wenn man halt gerade da ist macht man in der Pit halt mit. Wohin mit all dieser positiver Energie?

 Manchmal muss ein Mann tun was er in dem Moment empfindet :)






Ich glaube das war das intensivste Konzert für die gesamte Mannschaft. Sonst waren wir immer eher verteilt.
Die restlichen Interpreten waren dann nicht so meins, daher dann halt ein gemütlicher Abend zum ausklingen.




  


  Samstag, 9.Juli 2016


Dieser Tag war dann doch der intensivste. Ein Konzert jagte das andere. Doch am meisten prägte dieser Tag das viele Dinge unter einander ausgesprochen wurden, was dazu führte das so manche Verbindung tiefer und fester wurde. Nach ein paar Tagen trägt man sein Wesen halt offen auf der Zunge. Damit kann ich sagen das nichts besseres passieren konnte als dieses Festival mit genau diesen Leuten. Abends trat dann endlich Powerwolf auf. Die Menge war so energiegeladen. Ein unvergleichliches Erlebnis. Davon werde ich so lange zehren man glaubt es kaum. Nächste Tour ist auf jeden Fall von den Jungs Pflichtbesuch wie immer.


Den Abschluss bildete dann Tanzwut für uns bevor wir dann doch ins Bett mussten so langsam.


Das Lied werde ich auf ewig mit jemand besonderen verbinden.
Danke für dieses tolle Festival und für die schöne Zeit. Nächstes Jahr bin ich dann mit Petra auf jeden Fall wieder mit dabei. Freunde hat man fürs Leben.

Montag, 4. Juli 2016

Eine Woche voller Freude

Tja da wäre es nun geschafft. Teil 1 meiner Kurzgeschichte ist soweit fertig außer das ich noch einiges an Rechtschreibung und Zeichensetzung nacharbeiten muss. Aber der kreative Teil ist erstmal bis zum Rockharz beendet. Sollte es die Zeit dort zulassen werde ich Oldschool mit Stift und Papier vorarbeiten. Außerdem wird Bekki mir helfen mir bei meinem Schreibstil zu helfen. Da kann man bestimmt noch einiges verbessern. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit den ersten Schritten meines neuen Weges.
Und dann ist da diese Woche halt das Rockharz wo ich mich schon sehr drauf freue. Leider kann Petra nicht dabei sein aber einer muss ja bei unserem Sohn bleiben. Es kommen dieses Jahr noch genügend Gelegenheiten wo wir zusammen hingehen werden. Aber erstmal halt jetzt Freunde, Musik und dem Alltag ein wenig entfliehen für ein paar Tage. Aber vorher noch mal schnell den Bart in Form bringen lassen, daher morgen ab zum Barbier. Wikingerbärte müssen auch gepflegt werden .
 Und auf jeden Fall morgen noch mal ein kleiner Lauf zum ausklingen der Woche im sportlichen Sinne.

Sonntag, 3. Juli 2016

Schöner Lauf , schönes Wetter

Ein toller Lauf war das heute,  auch wenn ich mangels Trinken für unterwegs doch dann bei Kilometer 16 nicht mehr wirklich konnte. Nichts desto trotz hab ich immerhin noch 18,4 Kilometer geschafft, einfach um den inneren Schweinehund eine reinzuwürgen. Auf jeden Fall irgendwie was mitnehmen um Energie zuzuführen um diese Schwelle zu überwinden.  Aber es war doch ein schönes Erlebnis und der Ehrgeiz ist geweckt. Immer wieder während des Laufs habe ich gemerkt das die Gedanken anfingen wegzuschweifen. Ich denke das dürfte für mich das Läuferhoch sein von dem man immer hört.
Was man alles an kreativen Gedanken beim Laufen bekommt ist faszinierend und sehr hilfreich.

Laufergebnis


Samstag, 2. Juli 2016

Meine erste Geschichte: Die lange Fahrt Teil 1

Eigentlich ist doch eine Autofahrt in die Welt hinaus immer etwas schönes und aufregendes, dachte Lisbeth bei sich, während sie ihren alten Ford die dunklen Straßen entlang gleiten ließ.
Die Strecke, die sie noch zurücklegen musste, um ihr Elternhaus zu erreichen, war ohne Pause nicht zu schaffen, daher würde sie wie immer um einen Halt nicht herumkommen. Normalerweise wäre dieser Halt in der Nähe der Bundesstraße gewesen, wo sie dann in einer Bed & Breakfast Pension übernachtete. Leider musste diese im letzten Jahr schließen und so blieb ihr nichts weiter übrig als eine längere Strecke ohne Pause zurückzulegen.
Im Radio lief gerade von Queen Bohemian Rhapsody, als ihr bewusst wurde, wie müde sie doch langsam wurde. Allerdings bot das Waldstück, durch das sie fuhr, keinerlei Straßenabschnitte um eine Pause einzulegen. Deshalb versuchte sie, das Teilstück trotz Müdigkeit zu überbrücken, um dann eventuell an der danach folgenden Küstenstraße eine Pause einzulegen. Wenn sie sich recht erinnerte war dort ein kleiner Ort ein Stück von der Bundesstraße ab.
Die Bäume rechts und links am Waldrand bewegten sich in dem anscheinend immer kräftiger werdenden Wind, was ihr das Gefühl vermittelte, der Küste immer näher zu kommen.
Und wirklich, der Wald dünnte sich immer mehr aus. Endlich wieder Sternenhimmel oder Mondlicht, dachte sie bei sich und fuhr aus dem Wald heraus. Eine schroffe Küstenlandschaft lag vor ihr, an deren Rand sich wie eine Schlange die Straße entlang wand.
Windböen erfassten das Auto und sie musste recht stark gegenlenken, damit der Ford nicht ins schlingern geriet. Gerade in dem Moment, als sie dachte, sie würde das Fahrzeug wieder unter Kontrolle bekommen, sah sie rechts aus den Augenwinkeln etwas Großes auf die Straße laufen. Das letzte was sie hörte, war ein ohrenbetäubender Knall und das Auto krachte mit voller Gewalt durch die Straßenbegrenzung.
So viele Dinge gingen ihr durch den Kopf während der gefühlten Ewigkeit des Sturzes. Egal, was sie jetzt noch versuchte, ihr Schicksal lag in den Händen von wem auch immer. Glaubte sie an Gott? Nein. Jetzt brauchte sie damit auch nicht mehr anfangen. Würde sie jemand vermissen? Nein, niemand, außer vielleicht ihre Eltern. Freunde und Familienangehörige hatten sich in ihrem momentanen Empfinden immer mehr von ihr abgewendet. Warum auch nicht, schließlich machte sie es den Leuten auch nicht leicht sie zu verstehen. Ihre abweisende und selbstzerstörerische Art sorgte dafür. Bis auf Sarah die vor ein paar Monaten in ihr Leben getreten war und alle Marotten ertrug. Aber lag es denn wirklich an ihr, oder waren es die anderen die sie einfach nicht verstehen wollten. Meistens endete das ganze in Streit und Verlust.
All das war nun egal. Das Auto krachte in die Meeresoberfläche, Glas splitterte und Wasser brach mit voller Wucht in den Innenraum. Erst jetzt, wie das Wasser ihr ins Gesicht peitschte, wurde ihr bewusst, dass sie irgend etwas machen musste um dieser Todesfalle zu entkommen. Hastig griffen ihre Hände nach rechts zum Anschnallgurt und fingerten in aller Panik an dem Öffnungsschalter herum. Immer mehr Wasser drang auf sie ein, als der Gurt endlich aufschnappte.
Der Innenraum war nun fast komplett geflutet. Sie schnappte noch einmal Luft, dann tauchte sie den Kopf unter Wasser und stieß sich durch die zerbrochene Frontscheibe verzweifelt ab, so versuchte sie irgendwie nach oben zur Wasseroberfläche kommen. In dem Augenblick traf sie etwas hart am Kopf und ihr wurde schwarz vor Augen.

Wie viel Zeit auch immer vergangen sein mag, Lisbeth wachte mit schmerzendem Kopf langsam auf. Husten ließ sie einen Schwall Wasser erbrechen. Langsam fing sie sich und schaute sich um. War es immer noch dunkel oder konnte sie nichts sehen? Behutsam glitt ihre Hand an den Kopf und fand dort die Stelle, wo sie getroffen worden war. Schmerzen durchfluteten sie, als ihre Finger am Wundrand entlang fuhren. Auch merkte sie, wie stetig Wasser gegen ihren liegenden Körper schwappte. Unter sich spürte sie Steine die sich in ihren Rücken drückten. Nachdem sie ohnmächtig wurde, hatten die Wellen sie anscheinend an die Küste gespült. Alles tat ihr weh und doch musste sie sich aufraffen, musste ihren geschundenen Körper weg von der Kälte des Meeres schaffen. In dem Moment wo sie sich aufstütze, spürte sie ein Stechen im Brustbereich. Hatte sie sich eine Rippe gebrochen? Was sollte denn noch alles geschehen?
Nur wo sollte sie hin, konnte sie sich doch überhaupt nicht orientieren in dieser Dunkelheit.
Hinzu kamen die starken Sturmböen, die immer wieder große, starke Wellen gegen die Steine schlugen. Plötzlich sah sie einen Lichtstrahl am Himmel, welcher wie ein Finger über den dunklen Nachthimmel fuhr. So langsam gewöhnten sich auch ihre Augen an die Dunkelheit. Sie ließ ihren Blick hinter sich gleiten, dort ragte wie eine Mauer die steile Felswand der Küste in den Himmel. Entsetzt stellte sie fest das die Straße nicht zu erreichen war, wo doch die Wand viel zu steil war. Um  überhaupt einen Versuch wagen zu dürfen, müsste sie  in körperlicher Topform sein. Allerdings war der momentane Zustand alles andere als Ideal. Ganz zu schweigen das die schroffen, nassen Felsen das klettern eh unmöglich machten. So blieb ihr nur der Versuch sich an der steinigen Küste entlang Richtung Lichtstrahl zu kämpfen.
Mit starken Schmerzen am ganzen Körper quälte sie sich auf und ging mehr schlecht als recht Richtung Felswand, um endlich der Feuchte des Meeres zu entkommen.
Ach, wäre Sarah nur mitgekommen. Aber nach dem Riesen Streit ergab ein Wort das andere und Lisbeth tat wie immer das, was sie am besten konnte. Abhauen. Ja darin bist du echt die größte, anstatt sich den Problemen zu stellen haust du immer einfach ab, maßregelte sie sich selbst.
Sie Sarah ja nur mit der Frage konfrontieren, warum sie soviel Zeit für andere hatte und so wenig Zeit für sie. Was sie dabei aber vergaß war einfach der Umstand, dass Sarah erst vor kurzem in ihr Leben getreten war und ein sehr aktives Leben führte. Sie selbst war immer die Art von Mensch, die es eher ruhiger mag und sehr schnell eifersüchtig wird wenn neue Menschen in ihre Komfort Zone eindringen, die sie doch eigentlich mit Sarah alleine teilen wollte. Vor 6 Monaten, sie hatte wieder einmal eine Beziehung beendet, traf sie Sarah auf dem Weg zu ihrer Therapeutin. Eigentlich wollte sie sich einen Kaffee holen, jedoch fuhr sie kurz vor dem Coffee Shop ein Fahrrad von hinten an. Sie stürzte auf den Asphalt. Am Boden liegend, fluchte sie wie der Teufel persönlich es nicht besser könnte. In dem Moment reichte ihr jemand eine Hand und half ihr hoch. "Es tut mir so leid, ich wollte dich nicht anfahren"- sagte eine Frauenstimme. Langsam blickte sie von der Hand zu dem Gesicht der Frau. Ein Kribbeln durchfuhr Lisbeth in dem Augenblick. Grüne Augen und ein Gesicht, eingerahmt von roten Haaren schaute sie entschuldigend an. "Nein, alles gut ich habe mich nur erschreckt, dass ist alles"- log sie, denn es schmerzte schon sehr. Aber das war egal. "Mein Name ist Sarah. Hallo erst einmal"- sprach die Rothaarige.  Beide schüttelnden sich die Hände. Nachdem sie kurz miteinander Entschuldigungen ausgetauscht hatten, lud Sarah sie zu einem Kaffee ein. Der Therapie Termin geriet in Vergessenheit. Darauf folgten Wochen der absoluten Verliebtheit außerdem  der Beginn einer leidenschaftlichen Beziehung. Bis zu diesem Streit. Sarah verbrachte immer gerne Zeit mit Freunden aus vergangenen Tagen oder auch neuen Bekanntschaften. Lisbeth hatte dann nur immer das Gefühl immer mehr in den Hintergrund gedrückt zu werden. Eines Abends, Sarah war gerade mit einer Freundin aus Schulzeiten was essen, bliebt Lisbeth wie immer zu Hause. Sie konnte es nicht ertragen Sarah mit anderen Leuten zu sehen. Ganz zu schweigen das diese dann gemeinsam lachten und alte Geschichten austauschten. Geschichten in denen sie nicht vorkam. Später am Abend kam Sarah nach Hause und Lisbeth platzte ihr voller Frust heraus. "Andauernd gehst du weg, lässt mich alleine und gibst mir das Gefühl andere wären dir viel wichtiger." Genau in dem Moment ihr die Worte entglitten, bereute sie diese auch schon wieder. Doch ausgesprochene Dinge kann man schwer zurück nehmen und so nahm der Streit seinen Lauf. Sarah war sich keiner Schuld bewusst. Wie denn auch es war ja nicht ihre Schuld. Lisbeth war sich dessen bewusst, auch das es eher ihr Problem war. Die Entschuldigung brachte sie jedoch nicht über die Lippen. Lieber zog sie sich zurück während Sarah die Wohnung nach einigen Stunden des Schweigens wutentbrannt verließ.
Lisbeth verließ nach einer Woche der Stille und Isolation ihre Wohnung, auf den Weg zu ihren Eltern. Warum sie vorbei kommen wollte? Das fragten ihre Eltern schon gar nicht mehr. Immer wenn sie vor einer Situation wie dieser floh, begab sie sich in die Abgeschiedenheit des kleinen Küstenörtchens, wo ihr Elternhaus lag.
Eine weitere Welle klatschte ihr die Gischt mit voller Wucht ins Gesicht und ihre Gedanken konzentrierten sich wieder auf den qualvollen Gang über die glitschigen Steine. Jeder Schritt schmerzte, doch sie wollte einfach nicht aufgeben. In ihrer direkten Umgebung würde sie keine Hilfe finden, erst recht nicht bei dem immer schlimmer werdenden Sturm. Du musst weiter gehen, irgendwo wird es doch Hilfe geben, versuchte sie sich selbst zu motivieren.

Eine Stunde, zehn Minuten? Wie lange sie mittlerweile unterwegs war wusste sie nicht. Zu allem Überfluss konnte sie überhaupt nicht abschätzen wie weit es zu dem Leuchtturm war. Zumindest hoffte sie das es einer war. Wo ein Leuchtturm war konnte eventuell auch Hilfe auf sie warten. Vor ihr, so dachte sie zumindest, tauchten mehrere Umrisse von Gebäuden in der Dunkelheit auf, immer wenn der Lichtstrahl über sie hinweg glitt. Ein Hauch von Hoffnung keimte in ihr auf und so versuchte sie noch die letzten Reserven an Kraft aufzubringen um diese Gebäude zu erreichen. Eine gefühlte Ewigkeit später war sie sich sicher, dass dort ein kleiner Ort sein musste. War es eventuell sogar das Örtchen, in dem sie ihre Rast machen wollte? Trotz der quälenden Schmerzen wurden ihre Schritte immer schneller. Je mehr sie sich beeilte, desto mehr rutschte sie immer wieder auf den Steinen aus, was die Schmerzen nur noch verstärkte. Endlich tauchte in greifbarer Nähe ein Haus auf, welches direkt am Wasser lag. Eine Fischerhütte vielleicht? Sie zog sich den Steg herauf, wobei sie wieder diesen stechenden Schmerz in ihrer linken Brust verspürte. Die Rippe war wohl wirklich gebrochen. Das fehlte ihr jetzt auch noch. Sie atmete tief durch, dann hämmerte sie mit den Fäusten gegen die Tür.  Niemand öffnete, allerdings war es überhaupt möglich das sie bei dem Sturm jemand hörte? Rufen versuchte sie erst gar nicht, dafür war es viel zu laut hier draußen. Trotzdem die Hütte leer sein könnte glitt ihre Hand zu der Türklinke. Mit einem festen Druck öffnete sie die Tür. Kein Mensch da und nicht einmal abgeschlossen, so etwas gibt es auch nur auf dem Land, dachte sie bei sich. Schließlich war sie nur froh endlich einen trockenen Ort gefunden zu haben wo sie erstmal provisorisch ihre Wunden versorgen konnte. Zwar war es schon lange her, doch das eine Jahr Ausbildung zur Krankenschwester sollte ihr jetzt doch hilfreich sein. Leider hatte sie diese, wie vieles in ihrem Leben nicht beendet. Und so würde es halt bei einfachen Verbänden bleiben.
Keine Menschenseele war weit und breit in der doch recht geräumigen Hütte. Zu ihrer Linken sah sie einen Lichtschalter den sie betätigte. Zu ihrer Enttäuschung blieb das Haus im Dunkeln. Erst einmal aufwärmen, war ihr nächster Gedanke. Mittig an der linken Zimmerwand konnte sie, im kurzen Lichtschein der vom Leuchtturm immer wieder durchs Fenster fiel, einen sehr stark verschmutzten Kamin erblicken. So schleppte sie sich in diese Richtung. Auf halber Strecke stolperte sie über etwas.
Sie stürzte zu Boden und fiel mit ihrem Gesicht in etwas Feuchtes und Klebriges.
Mit der einen Hand stützte sie sich ab, mit der anderen tastete sie auf dem Fußboden nach dem Hindernis, was sie stürzen ließ. Neben der feuchten Stelle am Boden bekam sie etwas zu fassen, mit festem Griff zog sie es zu sich heran. Es fühlte sich kühl an in ihrer Hand. Im nächsten Lichtschein der in das Zimmer von außen fiel, konnte sie es genauer erkennen. Eine Taschenlampe! Gott sei Dank, wenigstens ein Hoffnungsschimmer. Hoffentlich geht sie noch, dachte sie, während sie den Schalter betätigte. Ein Lichtstrahl erfüllte den Raum und ein erleichtertes Kichern durchfuhr ihren Körper. Sie schaute auf ihre Hände und stockte. Die klebrige Flüssigkeit, die den Boden und ihren Körper bedeckte, sah verdächtig nach altem Blut aus. Ihr Puls fing an zu rasen, ein kalter Schauer durchfuhr ihren Körper. Rechts neben ihr stand ein Sofa, unter dem das Blut heraus gelaufen war. Sie stand auf oder besser versuchte es, als ihr wieder der Schmerz in der Brust zu schaffen machte. Nichtsdestotrotz raffte sie sich mit einem Stöhnen auf. Ihr Blick über die Sofa Lehne zeigte ihr im
Lichtschein der Taschenlampe einen unglaublich entstellten Körper. All das Blut war augenscheinlich aus dieser Leiche herausgequollen. Ein Schrei entfuhr ihrer Kehle. Mit aller Kraft unterdrückte sie den Würgereflex.
Was war hier nur passiert? Wer oder was konnte einen Menschen nur so zurichten? In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Sie musste förmlich gegen ihren spontanen Reflex einfach wegzulaufen ankämpfen. Es würde überhaupt nichts bringen. Wo sollte sie in diesem Sturm und ihrem Zustand denn auch hinlaufen? Sie wischte ihre Hände an ihrer Hose ab um das Blut zu entfernen so gut es ging. Es blieb ihr wohl nichts anderes übrig als die Leiche genauer zu durchsuchen, wenn sie wissen wollte was hier passiert war. Mit etwas Glück konnte sie selbst dann solch einem Schicksal entgehen. Dann ein, zwei Schritte und sie stand neben der Leiche am Sofa. Reiß dich zusammen, zieh das einfach durch, ermutigte sie sich selbst. Mit schnellen Griffen durchsuchte sie die Leiche nach irgendwelchen Hinweisen. In der linken Hosentasche fand sie einen Schlüssel, sonst nichts. Beim näheren betrachten fiel ihr außerdem auf, dass die Todesursache wahrscheinlich nicht die ganzen Schnittwunden überall am Körper waren, sondern der breite tiefe Schnitt quer durch den Hals. Da das Blut schon länger getrocknet war hoffte sie, dass wer oder was das gewesen sein mochte, dieser nicht mehr im Haus oder Dorf war. Da die Durchsuchung keine weiteren Erkenntnisse brachten, wollte sie sich endlich um die Versorgung ihrer Wunden kümmern. Beim näheren Betrachten fielen ihr dutzende Schürfwunden am ganzen Körper auf die leicht bluteten. Diese würde sie als erstes versorgen. Auf der Suche nach Stoffen für Verbände
 wurde sie in der Küche fündig. Ein paar Handtücher lagen auf einem Stuhl. Ein langes Küchenmesser, welches sie auf der Küchenzeile fand, half ihr dabei diese in Streifen zu schneiden. Mit diesen verband sie alle offenen Schürfwunden so gut es ging. Das Messer behielt sie aufgrund des Leichenfundes für alle Fälle bei sich. Jetzt, wo ihr Körper versorgt war, meldete sich die bleierne Müdigkeit. Ruhe, sie brauchte dringend Ruhe. Erschöpft ließ sie sich auf den Küchenboden sinken. Langsam, damit sie ihre Rippe schonen konnte, lehnte sie sich an die Wand. Ein Angstgefühl nagte langsam an ihr. Schließlich konnte sie nicht mit Gewissheit sagen ob sie hier wirklich alleine war. Beobachtet sie jemand und fällt über sie her während sie schläft? Sie zog ihre Beine Eng an sich, das Messer fest in der Hand. Eine Weile widersetzte sie sich dem Schlaf, doch nach kurzer Zeit glitt sie trotz aller Bemühungen in einen tiefen Schlaf.

Fortsetzung folgt....

20 km Lauf oder der Kampf gegen den inneren Schweinehund

Morgen steht auf jeden Fall mein erster Versuch für einen 20 km Lauf an. Schön vernünftig frühstücken mit Müsli und dann später loslaufen. Auf leeren Magen kann ich leider nicht loslaufen wobei ich wirklich gerne mal richtig in der Frühe einen Lauf machen würde. Außerdem muss ich noch einen Weg finden die Hürde von 15 km zu schaffen . Da ist bei mir irgendwie immer Schluss mit der Energie . Ob ich mir mal einen Energie oder Müsliriegel mitnehme ? Einen Versuch wäre es wert. Meine Playlist für den Lauf steht bereit und wird mich wie immer begleiten . Es gibt nichts schöneres Kilometer um Kilometer zu laufen getrieben von ASP , Solstafir oder Krupps. Mittlerweile neige ich auch eher dazu alleine laufen aus mehreren Gründen . Einer der wichtigsten ist das ich dabei meinen inneren Frieden finde und meine Gedanken schweifen lassen kann ohne andauernd unterbrochen zu werden .
Das ist auch absolut wichtig und so schaffe ich bestimmt auch mein angestrebtes Ziel.


Freitag, 1. Juli 2016

Wie ein Geburtstag und ein Tattoo dein Leben auf den Kopf stellt

Da lernt man Menschen kennen und dein ganzes Leben verändert sich. In meinem Fall waren es eine sehr schöne Geburtstag Feier ein schon länger geplantes Tattoo und wunderbare Menschen die einen herzlichst aufgenommen haben. Alles weitere ergab sich dann Stück für Stück und auf einmal hat man eine Familie die man nicht mehr hergeben will. Damit verbinde ich unter anderem mein neues Tattoo und eine Stadt die ich lieben gelernt habe . Warum muss das was man mag immer so weit weg liegen ?



Und wieder ein kleiner Stein in einem frischen Weg den ich beschreiten möchte. Vielen Dank an Tahlia und das Green Pearl Tattoo Studio in Braunschweig.

Hiermit beginnt der Spaß

Nun hier ist mein erster Blog. Eine kluge Stimme hat mir zugeflüstert das es doch gar nicht schlecht für die Kreativität sein könnte sich auf diese Weise auszudrücken. Und warum sollte man sich gegen weise Ratschläge verwehren. Und damit startet der Blog an dieser Stelle.
Ich werde auf jeden Fall hier meine beiden aktuellen Projekte teilen. Das eine wäre das ich lerne ein Hörbuch einzulesen für eine sehr gute Freundin und Schwester im Herzen. Dabei hege ich den Anspruch an mich selbst immer besser zu werden was Betonung und Aussprache betrifft. Zum anderen arbeite ich gerade an einer Idee für eine Kurzgeschichte . Meine Hoffnung ist das sie dieses Mal Realität wird .
Aber das ich mich überhaupt damit auseinandersetze bedeutet mir sehr viel . Es hilft mir mich weiterzuentwickeln und zu entfalten. Und dieser Prozess ist bei mir gerade voll im Gange.



Folgendes Buch ist gerade bei mir in Arbeit als Hörbuch aufgenommen zu werden . Sehr spannend und genau meine Thematik.




Eventuell kommen auch mal ein bis zwei Rezensionen zu Büchern , Filmen, Comics und Musik. Wo mir gerade der Sinn nach steht. Ich freue mich auf jeden Fall das diese Möglichkeit besteht .